Island 2020 Angeln in den Westfjorden Teil 2

Moin,

hier im zweiten Teil möchte ich Euch ein paar Tipps zum Angeln auf die verschiedenen Fischarten geben.

Der Hauptbeutefisch in den Westfjorden ist der Dorsch.

Angeln auf Dorsch

Die Dorsche sind eigentlich überall zu finden und sehr kampfstark, da sie ständig den Futterfischen hinterher schwimmen.

Kleinere Dorsche fängt man massenweise, wenn man mit zu kleinen Ködern oder Beifängern angelt.

Das Problem ist, dass sich die kleinen Dorsche um die 60 cm auf alles stürzen, was da rumschwimmt. Also ist selektives Angeln angesagt.

Angeln mit Gummifischen

Verwendet große Köder, damit die kleinen Dorsche keine Chance haben, an Eurem Köder hängen zu bleiben.

Oft spürt man, dass die kleineren Dorsche am Gummifisch herumzuppeln, jetzt muss der Köder aus dem Schwarm vom Kleindorsch. Je nach Tiefe entweder den Köder dann ablassen oder zur Oberfläche führen.

Bloß nicht auf der Tiefe bleiben, dann ist der Gummifisch ratz fatz zerbissen.

Bewährt hat sich der große Cutbait oder gleichwertige Köder. Auch auf einen Stingerhaken solltet Ihr verzichten, daran bleiben auch wieder oft nur die kleinen hängen.

Ein großer Dorsch hat kein Problem, einen großen Gummifisch zu inhalieren.

Sehr gut funktioniert es, wenn man den Gummifisch einfach zum Grund ablässt und dort ein- zweimal anjiggt, dann langsam und ruhig 10-15 m hochkurbelt. Das gilt übrigens auch für das Angeln mit dem Pilker.

Oft folgen die Fische dem Köder und beißen dann ein ordentliches Stück über dem Grund.

Meine Vermutung ist, dass die kleineren Dorsche direkt am Grund stehen und die Größeren darüber nur darauf warten, bis sich einer aus der Deckung wagt.

Die wollen wir erwischen.

Angeln mit Pilker

Ein weiterer Top Köder ist der Bergmann- oder Svenskepilker in 400 und 500 gr. Diese Pilker, langsam geführt, sind eine echte Waffe für kapitale Dorsche.

Die Pilkbewegungen sollten auch nicht zu heftig ausgeführt werden, lieber nur ein paar mal kurz anrucken. Weniger ist manchmal mehr.

Am besten funktioniert es, wenn der Pilker am Grund 2-3 mal kurz angejiggt wird, dann kurz stillhalten, 1-2 m einkurbeln und wieder anjiggen und so weiter. Ruhig bis ins Mittelwasser so fischen.

Auch hier gilt, nicht nur stumpf am Grund pilken, sondern die Wassersäule absuchen. Die größten Dorsche habe ich fast alle einige Meter über dem Grund gefangen.

Noch einmal Etwas zu den so beliebten „Tannenbäumen“. Lasst den ganzen Beifängerkram zu Hause.

Wenn Ihr mit Beifängern fischt, werdet Ihr sicher viele Dorsche fangen, und ab und zu vielleicht auch mal einen großen.

Die Masse wird jedoch aus Dorschen von 60-80 cm bestehen, dafür muss man nicht nach Island fahren.

Dort ist so viel Fisch, dass man an den richtigen Stellen auch gezielt auf große Dorsche fischen kann.

Das dauert zwar manchmal etwas länger, bis einer hängen bleibt, aber sich den Rücken krumm zu angeln für Dorsche von knapp über 60 cm kann`s irgendwie auch nicht sein.

Sehr gut funktioniert auch das Angeln auf Überbeißer

Sollte mal ein kleiner Dorsch am Pilker hängen bleiben, diesen bloß nicht abmachen.

Den kleinen Dorsch am Drilling abschlagen und am Drilling belassen, kurz über dem Grund einfach nur halten und auf den Großen warten.

Meistens hat es nicht länger als 20 Minuten gedauert und ein großer Dorsch hat sich den Köder geschnappt.

Der Dorsch am Pilker war übrigens 60 cm lang.

Ich habe es auch mit Köderfischen am Nachläufersytem versucht. Der Köderfisch am Pilker war mit Abstand am erfolgreichsten.

Auf dem Rückweg vom Angeln sollte man auf jeden Fall nochmal im Fjord bei den Unterwasserkanten in ca. 25 m Tiefe einen Stopp einlegen.

Gegen Abend ziehen kleine Fische in den Fjord und die Dorsche folgen ihnen. Jetzt kann man mit leichtem Gerät super auf Dorsche um die 80 cm angeln.

Teilweise standen die Fische 5 m unter dem Boot und man konnte auf Sicht angeln.

Bewährt haben sich hier Sandaalgummifische am 100-150gr. Kopf oder Pilker um die 150 gr. relativ zügig vom Grund zur Oberfläche geführt.

Aber auch hier, bitte ohne Beifänger. Ihr erwischt sonst nur Kleinfische.

Hier sieht man auf dem Echolot, wie die Dorsche in dem Kleinfischschwarm von unter hereinjagen.

Aufgenommen wurde das Bild beim Angeln im Fjord.

Ein weiterer Beutefisch ist der Steinbeißer

Angeln auf Steinbeißer

Von April bis Ende Juni kann in den Fjorden hervorragend auf Steinbeißer geangelt werden. Die Fische stehen meistens zwischen 20 und 25 m an einigen markanten Stellen mit felsigem Grund.

Mit ein bisschen Glück kann man sogar den gefleckten Steinbeißer erwischen.

Bewährt hat sich folgende Montage.

An einen Pilker oder Grundblei wird einfach ein ca. 30 cm langes Vorfach mit einem Fischfetzen oder besser noch Garnelen mittels eines Karabiners in den Wirbel eingehängt.

Das hat den Vorteil, dass Ihr das Vorfach, falls der Steinbeißer tief geschluckt hat, einfach aushängen könnt und den Haken entfernt, wenn der Fisch wirklich nicht mehr lebt.

Den Pilker einfach ein paarmal aufklopfen lassen und dann nur in der Drift kurz über Grund halten. Nach ein paar Metern Drift wieder aufklopfen und so weiter.

Am Fängigsten waren rote oder orange Oktopusse vor dem Haken in Größe 10/0.

Genauso kann man aber auch einen Pilker mit Drilling und Fischfetzen nehmen, dadurch erhöht sich aber die Gefahr eines Hängers.

Das ist so die Durchschnittsgröße der Steinbeißer in den Fjorden.

Angeln auf Köhler

Es ist zwar nicht der Zielfisch, weswegen man nach Island fährt, aber wenn man mal von den kleinen an den Unterwasserbergen absieht, kann man auch richtig große Köhler fangen.

Das Problem ist, dass die Köhler ständig umherziehen und wenn man die bevorzugten Stellen nicht kennt, wird man nur wenige größere Köhler fangen.

An den Kanten am Eisfjord solltet Ihr es bei 80-100 m Wassertiefe versuchen. Die Köhler stehen dort meistens, wenn sie dort sind, im Mittelwasser bei ca. 60 m.

Als Köder kommen schnell sinkende Pilker je nach Drift von 100-200 gr. in Frage.

Die Farben schwarz-silber oder blau-silber sind am erfolgreichsten.

Was ebenfalls sehr gut funktionierte, um die Größeren zu fangen, war der Cutbait in 260 gr. oder Sandaale mit 18 cm Länge. Die Farbe war eigentlich egal, aber eine Lieblingsfarbe war Puffin.

Am Fängigsten war es, den Köder einfach abzulassen und dann einfach zügig einzuholen.

Meistens kamen dann die Bisse im Mittelwasser bei ca. 60 m. Netter Beifang sind auch oft gute Dorsche im Mittelwasser.

Ein Köhlerkracher aus dem Eisfjord

Auch hier war ein solo angebotener Köder wesentlich effektiver als eine Montage mit Beifängern.

Und noch einer, gefangen auf einen Cutbait

Was schwimmt da sonst noch so herum?

Neben dem allgegenwärtigem Dorsch sind auch immer Fänge von Schellfisch möglich.

An einigen Stellen kann sogar gezielt auf Schellfisch geangelt werden.

Die Köder, am besten Pilker, sollten hierbei aber ein wenig kleiner als beim Dorschangeln gewählt werden.

Ein schöner Schellfisch im Fjord gefangen

Sehr gut funktioniert auch ein Nachläufersystem mit Fischfetzen. Wenn kleine Dorsche vor Ort sind, kann dies recht schnell nervig werden.

Rotbarsche gibt es auch

Ganz entspannt kann man auf Rotbarsch angeln. Im Gegensatz zu Norwegen stehen die roten Gesellen an Kanten so um die 60-70 m. Ein kleiner Pilker ohne Schnick-Schnack montiert und das Abendessen ist gesichert.

Ganz gut funktioniert auch ein Macksystem mit Fischfetzen.

Ein richtiges Rotbarschsystem wie in Norwegen habe ich einmal verwendet, kaum am Grund angekommen, hingen 8 Dorsche dran. Also sollte man es lieber nicht nehmen.

Die Standardgröße der Rotbarsche liegt so um die 25-30 cm

Das war es erstmal zu den Hauptfischarten.

Was ist mit Heilbutt?

Trotz Werbung von Reiseveranstaltern für das Angeln auf Heilbutt, ist dieser geschützt. Das heißt Catch and Release.

Falls mal eine Ausfahrt wegen schlechten Wetters nicht möglich sein sollte, bietet sich Plattfischangeln an der Hafenmole an. Mit einer einfachen Montage lassen sich hier schnell ein paar Platten fangen.

Was sonst außer Angeln?

Wenn ihr mal einen Tagesausflug machen möchtet, bietet sich eine Tour zum Papageitaucherfelsen nach Látrabjarg an. Dorthin fährt man über das Gebirge, zum Teil auf einer Schotterpiste.

Auf der Hälfte der Strecke kommt Ihr am Dynjandi Wasserfall vorbei.

Hier lohnt ein Stopp, um sich den Wasserfall mit seinen Kaskaden anzuschauen.

Weiter geht es von dort zum westlichsten Punkt Europas, dem Papageitaucherfelsen in Látrabjarg.

Die putzigen Gesellen sind absolut nicht kamerascheu.

Das war es zum Thema Angeln.

Zum Abschluss habe ich noch einige Stimmungsbilder angefügt. Natürlich auch mit Fisch.

Sonnenuntergang am Fjord

Ab September ist bei klarem Himmel abends „Disco“ angesagt

Mal die Lage checken

Einer geht noch

Boote aus dem Wasser und Ende der Saison.

Was ich noch empfehlen kann, ist ein zusätzlicher Tag Aufenthalt in Reykjavik.

Mit einem Mietwagen kann man dann ganz gemütlich den Golden Circle abfahren. Die Hauptsehenswürdigkeiten sich anzuschauen schafft man ganz entspannt an einem Tag.

Vielleicht sieht man sich dieses Jahr auf Island, ich würde mich freuen.

Gruß Klaus

Island 2020Angeln in den Westfjorden Teil 1

Letztes Jahr habe ich dreieinhalb Monate als Guide für Island Pro Fishing in den Westfjorden verbracht und wollte hier mal einige Tipps für das Angeln in den Westfjorden geben.

Gewohnt habe ich in Flateyri, von daher sind die Beschreibungen der Boote und Häuser auf diesen Ort bezogen.

In Sudeyri hat Island Pro Fishing ebenfalls ein Camp mit den gleichen Booten und Häusern.

Der Ort Flateyri vom Bootssteg aus fotografiert

Los geht`s

Anreise, Unterkunft und Boote

Nach der Landung auf dem Flughafen Kevlavik erfolgt der Transfer zum Flughafen in Reykjavik. Von dort geht es dann mit dem Flieger nach Isafjordur in den Westfjorden.

Am Flughafen übernehmt Ihr dann euren Mietwagen und wir fahren gemeinsam zum Einkaufen.

Danach geht’s ins Camp nach Flateyri, bzw, Sudeyri und Ihr bezieht eure Unterkunft.

Im Hafen warten bereits die Boote

Die Bootsflotte besteht aus seetüchtigen Seigur Booten mit einem automatischem Ortungssystem (AIS-System). Dadurch hat die Küstenwache immer jedes Boot auf dem Radar.

Desweiteren ist ein Seefunkgerät, Kartenplotter mit Echolot und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung an Bord.

Für das Führen der Boote ist ein Bootsführerschein erforderlich. Wer keinen hat, kann diesen aber vor Ort in einem Kurztest absolvieren. Ist nicht schwer und bis jetzt ist auch noch niemand durchgefallen.

Nun aber zum eigendlichem Thema, dem Angeln in den Westfjorden.

Vor Flateyri und Sudeyri befindet sich ein goßes Plateau mit Tiefen um die 40 m. Die Gegend ist relativ strukturlos, aber an den Erhebungen und Senken lohnt sich ein Stopp, um es auf Dorsch und Schellfisch zu versuchen.

Wenn man etwas weiter herausfährt, fällt der Grund auf 60 m ab, an diesen Kanten stehen Dorsche und Schellfische.

Im Grunde muss man die Stellen, an denen sich die Fische gerade aufhalten, ein wenig suchen.

Die Schwärme ziehen aber eigentlich immer herum und man findet diese recht schnell.

Rechts von den Fjordausgängen befindet sich der Eisfjord, hier bestehen an den abfallenden Kanten gute Chancen auf große Dorsche und über tieferen Wasser ab 80 m warten ab Juni oft auch richtig große Köhler.

Was muss an Angelgerät mit

Im Bereich des Eisfjordes, aber auch auf dem Plateau an den Fjordausgängen, herrscht meistens ordentlich Strömung. Daher ist hier oft schwereres Gerät notwendig.

Mit einer Bootsrute um die 2,0 m der 30 Lbs Klasse ist man schon ganz gut aufgestellt. Dazu eine solide Multirolle mit einer 0/24 mm geflochtenen Schnur.

Ich hab es öfter gesehen, dass Schnüre von 0/35 und dicker gefischt wurden. Dies erhöht nur den Wasserwiderstand und macht somit schwerere Gewichte notwendig.

Recht angenehm ist es mit einer multicolor Schnur zu fischen, oft stehen die Fische ein paar Meter über Grund oder im Mittelwasser. Die richtige Fangtiefe ist dann mit einer multicolor Schnur leichter wiederzufinden.

Für das Angeln im Fjord würde ich noch eine weitere Rute mit einem Wurfgewicht von 100 bis 200 gr. mitnehmen, da auch hier manchmal etwas schwerere Gewichte notwendig werden.

Kommen wir zum „Kleinkram“

Eine Spule Monovorfachschnur von 1,0-1,2 mm sollte dabei sein um ein abriebfestes Vorfach binden zu können. Bitte nicht den Pilker direkt an die geflochtene Schnur anknoten.

Vielfach überbeißen gerade die Dorsche den Köder komplett und dann ist Schnurbruch garantiert und der Fisch verendet. Immer wieder gesagt, aber oft nicht befolgt.

In einer Gruppe gab es bei einem unbelehrbaren 8 Abrisse, weil kein Monovorfach vorgeschaltet war.

Bei den Wirbeln und Sprengringen sollte ebenfalls kein Kompromiss gemacht werden.

Wirbel oder Einhänger mit einer Tragkraftangabe von 28 kg auf der Packung (öfter gesehen) sind zu schwach.

Starke Crosslockwirbel oder Sprengringe mit einer Tragkraft von min. 80 kg würde ich empfehlen.

Die Fische dort sind nicht schnurscheu und deswegen kann das Material lieber etwas stärker gewählt werden.

Der ultimative Köder?

Mein absoluter Topköder ist der Bergmann- oder Svenskepilker in 400 und 500 gr.

Eigentlich ist es den Fischen ziemlich egal welchen Pilker man verwendet, fangen wird man auf jeden Fall.

Meiner Meinung nach sind die Drillinge an Nachbauten meistens der Schwachpunkt.

Auch hier gilt, starke Drillinge verwenden, wie z.B. den Owner ST66.

Diese sind stark genug, um auch einem Großdorsch standzuhalten.

Ich hab Angler gesehen, die mit so dünndrähtigen Drillingen fischten, mit denen ich nicht einmal auf Hecht angeln würde. Fischverlust war dementsprechend oft vorprogrammiert.

Für das Angeln im Fjord- und auf Köhler noch ein paar Pilker so um die 150 gr. Eine gute Farbe ist schwarz-silber.

Diese Pilker fische ich am liebsten mit einem starken Einzelhaken anstelle eines Drillings.

Mir persönlich gefällt die Gummifischangelei besser, weil man hier selektiver auf große Dorsche angeln kann. Ein bischen gemütlicher ist es auch.

Mit schweren Gummifischen, so um die 400-500 gr, seid Ihr gut aufgestellt. Ein paar mit einem Gewicht um die 300 gr würde ich ebenfalls einpacken.

Ob Twisterschwanz oder Paddle ist Geschmackssache, die Farbe ist ebenfalls relativ nebensächlich.

Das gesamte Revier ist relativ hängerarm, so dass eigentlich 2 Gummifische in 400-500 gr. und 2 Stck 300 gr. ausreichen.

Vielmehr ist es ein Problem, dass die Gummifische relativ schnell zerbissen werden, also ruhig ein paar Ersatzschwänze mitnehmen.

So sehen die Gummis nach ein paar Stunden Angeln aus. Gummifischkleber oder ein Feuerzeug helfen, kleinere Macken zu „flicken“.

Kein Fake-Bild, der hat wirklich den Köder genommen.

Im Fjord sind Sandaalgummifische der Topköder. Mit Gewichten von 100-150 gr seid Ihr gut aufgestellt, um den im Mittelwasser jagenden Dorschen nachzustellen.

Für die Köderbeschaffung mit kleinen Köhlern ist es von Vorteil, ein Makrelenvorfach oder ein starkes Heringsvorfach mitzunehmen.

Es ist aber auch kein Problem, sich mit einem kleinen Pilker solo einige Köhler zu fangen.

Für die Angelei auf Steinbeißer reichen ein paar kräftige Haken der Größe 10/0 und ein paar Oktopusse.

Wenn es mal ungemütlich stürmt und man nicht mit dem Boot rausfahren kann, ist das Angeln im Hafen eine gute Alternative. Hier ist das Abendbrot aus Plattfischen schnell zusammengefangen.

So, das war es erstmal an Ausrüstungstipps.

Noch einmal etwas zur Angelei.

Solche Brummer schwimmen an den richtigen Stellen herum, da braucht es schon ordentliches Gerät.

Wenn Ihr die Tipps beherzigt, werdet Ihr mit Sicherheit euren Traumfisch fangen und auch landen.

Scheut Euch auch nicht, mal den stets gut gelaunten Guide nach Tipps zu fragen.

Es wäre doch schade, wenn Ihr die Chance auf einen richtig kapitalen Fisch wegen Kleinigkeiten verspielen würdet.

Das war es erstmal. Weitere Tipps gibt es in Teil 2

Gruß Klaus

Hitra Tour Oktober 2019

Nachdem die Septembertour wetterbedingt recht kurz ausfiel, kehrten wir mit starkem Norwegenfieber zurück. Heilung war nur durch einen Kuraufenthalt bei Enni in Kvenvaer möglich.

Also, Wetter gecheckt und Enni angerufen. Eine Rorbu war frei.

Nach ein paar Telefonaten stand fest, gesund werden wir nur, wenn wir am 03.10. nochmal hochfahren.

Am 04.10. kamen wir Nachmittags bei Kaiserwetter in Kvenvaer an.

An Essen oder so war gar nicht zu denken, schnell die Spinnruten fertig gemacht und ein bisschen rumpütschern gefahren.

Pollacks waren ohne Ende vorhanden, die wurden schon fast zur Plage, wie sonst die kleineren Seelachse.

Nach diesem Einstand war am nächsten Tag Seehecht angesagt. Makrelen waren schnell besorgt und es ging zu meiner„Spezialstelle“ wo die großen Damen an der Kante standen.

Für den Einstand schon mal ganz gut, aber es war noch Luft nach oben.

Super Wetter und Dauergrinsen, so soll`s sein.

Die Seehechte hatten richtig Lust und wir blieben noch ein bisschen, fuhren dann aber weg, um noch ein paar Köhlerzu stippen.

Die Guten fanden wir dann über recht tiefem Wasserin 100-120mTiefe.

Im flacheren Wasser war nur Kleinzeug unterwegs.

Mit einer gut gefüllten Bütt beendeten wir den ersten Tag. Das Norwegenfieber wa r schon gut abgeklungen und es ging uns schon viel besser.

Weiter ging es wie am Vortag. Makrelen besorgen und an die Stellen wo die Großen wohnen. Ein paar Seehechte und dann noch Leng war der Plan.

das ging schon einmal gut los

Die Damen ließen sich nicht lange bitten und wir sind dann an der Stelle noch ein bisschen geblieben, bis wir keine Lust mehr bzw. genug Fisch hatten.

Jetzt wollten wir es noch auf Leng versuchen. Die Montage etwas modifiziert, eine verheißungsvolle Stelle angefahren und los ging es.

Die Nr. 1 kam nach oben und der erste Leng war im Boot

Die angefahrene Stelle war auch in den nächsten Tagen sehr ergiebig.

Wenn wir so weiter machen, haben wir unsere 20kg RuckZuck voll, daher haben wir

zwischendurch immer wieder mal auf Pollack und Köhler geangelt.

Wie schon geschrieben waren Pollacks um die 40-50cm eine echte Plage. Aber an den Plateaus weiter draußen standen auch bessere dazwischen.

Größere Köhler zu finden gestaltete sich auch nicht gerade einfach. Wir haben sie aber gefunden.

So ganz war Chris mit dem Thema Leng noch nicht durch, daher fuhren wir noch einmal an eine Stelle, die schon öfter gute Leng gebracht hat.

Gleich in der ersten Drift stand auch gleich ein Interessent an der Kante und wartete auf Makrele.

Nach gefühltem endlosen Rumgestöhne und Gejammer konnte Chris dann seinen bisher größten Leng in den Tiefen des Nordmeeres fangen.

Das war schon mal eine Ansage.

Ein bisschen blöd ist die Beule am Kopf, aber der Leng war noch ziemlich fit im Boot und musste für das Foto erst einmal ruhig gestelltwerden.

So um die 1,80m war der Leng, genau gemessen haben wir nicht.

Für mich blieb die Standardgröße übrig. Aber auch nicht schlecht.

Fisch hatten wir nun mehr als genug, daher haben wir es noch ein bisschen rumprobiert und zufällig diesen Roten gefangen.

Hier nochmal ein Bild vom Wetter der Woche. Besser konnte es nicht sein.

Abendstimmung am Fjord und ein Blick von der Terrasse auf den Hafen.

Alles in allem war es eine echt klasse Tour.

Wir haben diesmal gezielt auf die„Großen“ geangelt, natürlich hat man dabei nicht so eine hohe

Bissfrequenz, aber die gefangenen Fische entschädigen einen für die Mühen.

In diesem Zusammenhang wird ja immer mit Hitra das Thema Örne angesprochen.

Wir hatten keine Lust,soviel Sprit zu verfahren und haben alle unsere Fische um die Insel gefangen.

Man muss eben nur wissen wo und wie.

Danke auch an Enni, der es so kurzfristig ermöglichte, unser Norwegenfieberzu heilen.

Nächstes Jahr stehen wieder4Touren nach Kvenvaer an und ich freue mich schon wie Bolle.

Gruß Klaus

Seehechttour auf Hitra im September 2019

Als wir am 10.09 auf Hitra am späten Nachmittag ankamen erwartete uns bestes Angelwetter.

Da dies aber nicht von langer Dauer sein sollte, wurde auf Essen verzichtet und gleich die Angeln fertig gemacht.

Raus auf´s Wasser war die Devise. Leider wurde dabei die Kamera vergessen, so das es von dieser Ausfahrt keine Bilder gibt. Ein paar schöne Dorsche und Pollacks machten den Einstand.

Nächster Tag. Die Wettervorhersage verhieß nichts Gutes für die nächsten Tage, daher war dies wohl die letzte Möglichkeit raus zufahren.

Erstes Ziel war die schwarze Pinne im Ramsöfjord um ein paar Köfis zu stippen. Nach kurzer Zeit hatten wir genug Makrelen und ein paar kleine Köhler als Ersatz.

Nun ging es zum Eingang des Fjords um es auf einem Plateau auf Seehecht zu versuchen.

Hier ging es auch gleich gut los. Gute Entscheidung

Der erste Drill von Norwegenneuling Chris.

Und gleich den Zielfisch erwischt.

Nach und nach kamen immer mehr Boote zu dieser Stelle und es war wie im Forellenpuff.

16 Boote auf einem Plateau, als ob es nirgends wo anders Fisch gibt.

In dem Gedrängel haben wir dann noch ein bisschen geangelt, sind dann aber abgezogen.

Weiter nördlich kannte ich noch eine gute Stelle, die haben wir dann angefahren.

An einem kleinen Berg fanden wir die Seehechte dann etwas tiefer, dafür war die Größe aber auch besser.

Nachdem wir unser persönliche „Seehechtquote“ abgeangelt hatten, haben wir noch ein paar Pollacks zum mitfahren überreden können.

Die besseren Pollacks standen sehr tief unter 80 m gingen fast nur kleinere ans Band. Köhler haben wir nicht gefunden.

In der Abenddämmerung haben wir uns auf der Rückfahrt zum Hafen noch mit ein paar Makrelen versorgt.

Am nächsten Tag pfiff schon ein frischer Wind durch den Hafen. Wir wollte es trotzdem zwischen den Schären versuchen. Außer Pollacks und Köhlern um die 30-40 cm war hier aber nichts zu holen.

Zudem frischte der Wind immer mehr auf und Regen gesellte sich dazu.

Schön und sicher ist was anderes, daher brachen wir ab.

Die Wettervorhersage für die folgenden Tage sah auch mehr als finster aus.

Bis zum Ende der Tour war nur noch Katastrophenwetter ohne Chance auf Änderung vorhergesagt.

Daher Fähre umgebucht und weg von hier. Schade, aber am Wetter kann man halt nichts ändern.

Gruß Klaus

Romsdalfjord-Tour Juli 2019

Moin

Anfang Juli ging es mal wieder an den Romsdalfjord. Conny und Maik hatten noch nie in Norwegen geangelt und waren deshalb völlig voreingenommen.

Die Wettervorhersage für die Woche war ziemlich durchwachsen mit Daueregen, aber da mussten wir durch.

Ich hab mir wegen der Vorhersagen sicherheitshalber noch einen Typhoon 300 Ps Anzug bestellt und sollte es auch nicht bereuen.

Bei der ersten Ausfahrt war es noch bis zum Mittag trocken, danach wechselten sich Regen von rechts und links mit Regen nur von oben ab.

Na ja so ein Regenbogen hat auch was, hätte aber auch darauf verzichten können.

Nur am Abreisetag war es wieder trocken. Na ja, auch das kann einem in Norwegen passieren.

Nun aber genug geheult, wir waren in unseren Trockis ja gut aufgehoben.

Im Gegensatz zum letzten Jahr war kein Futterfisch im Fjord zu finden und so mussten wir die Köhler suchen.

Auf der Suche nach Fisch.

Zielfisch gefunden und für gut befunden.

Diese Größe konnten wir am Ausgang des Roms erwischen. Makrelen waren kaum vorhanden und nur zufällig mal als Beifang auf dem Pilker.

Kleine Köhler hätten wir in Massen fangen können, aber dafür waren wir ja nicht hier.

Jetzt nur noch Seelachsbilder ist auch langweilig, daher jetzt mal ein paar Exoten die nur Conny mit Ihrer teilweise ungewöhnlichen Köderführung an den Haken gingen.

Ein Kalmar aus dem Mittelwasser.

Einen roten und einen schwarzen Knurrhahn fing Sie auch noch über ca 300 m Wassertiefe und einen Hai beim Versuch mit Naturköder auf Seehecht.

Das Naturköderangeln haben wir dann eingestellt, da beide keine Lust hatten die schweren Bleie hochzukurbeln.

Beim Uferangeln am Abend kam dann noch dieser „Kobold“ zum Landgang.

Der Tintenfisch war ziemlich genervt und änderte andauern seine Farbe von rot bis dunkelblau.

Vom Dauerregen war auf dem Platz fast genauso viel Wasser wie im Fjord, da hätte er auch zurückschwimmen können.

Blick aus der Hütte auf den Platz.

Letztes Jahr war ich Ende Mai am Roms und man konnte gar nicht am Fisch vorbeiangeln. Makrelen und große Köhler waren in Massen vorhanden. Diesmal war es zeitweise relativ zäh, was wohl an den Temperaturen und dem Wetter lag.

Da steckt man eben nicht drin, aber Spass hat es trotzdem gemacht.

Gruß Klaus

Raubfischtour Silkeborg Mai 2019

Moin,
über Himmelfahrt habe ich eine Raubfischtour auf die Seenplatte bei Silkeborg gemacht.
Voll bepackt mit allem was Hechte lieben ging es gleich am Donnerstag raus auf`s Wasser.
Ich vermutete das die Zielfische noch flach standen und hab erst mal ein paar Buchten abgeklappert.

Genau die richtige Entscheidung.

Den Anfang machte dieser mittelprächtige Bursche, na ja da ist noch Luft nach oben.

Also umgesetzt und über den Krautfeldern ließ der Erfolg auch nicht lange auf sich warten. In der einen Bucht standen die Hechtmutties fast gestapelt.

Flach geführte Gummis waren der Weg zum Ziel.

Schon besser und für den ersten Tag reichte es auch. Auf dem Rückweg noch ein bischen schleppen.

Ein richtiger Kracher biss dann noch.

Das Foto ist nicht so besonders, aber ich wollte auch nicht mit dem Fisch noch lange rumhampeln.

Tag 2

Das dicke Gummis werfen vom Vortag steckte mir nocch ein bischen in den Knochen, jetzt sollte es ein bischen gemütlicher werden, daher war Schleppen angesagt. Schön mit Kaffee auf dem See rumschippern und versuchen den Personal best knacken.

Alles klar, los gehts zur Großhechtsuche

Kaffeetrinken war nicht, es dauerte auch nicht lange da war schon der erste Interessent am Haken.

Leider hatte der Fische den Wobbler komplett inhaliert, ein releasen war nicht möglich.

Nun war das Tourziel erreicht und nun daher hab ich es mit einem kleinen Spinner auch auf Barsche versucht. Ein paar kleine gingen auch an den Haken, größtenteils bissen jedoch „Raubrotaugen“ irgend wie verrückt die Tage.


Raubrotauge??

In der Abenddämmerung ging es dann regelmäßig nochmal auf Barsch.

Abends kommen die Lauben in riesigen Schwärmen an die Oberfläche. Darunter stehen dann die Barsche und warten auf leichte Beute.

Nochmal etwas zum Tackle. Ich hab fast alle Hechte auf Buster Jerks und flachlaufende Gummifische gefangen.

Hier eine kleine Auswahl der gefischten Gummis.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann sich gerne bei mir für eine Tour melden.

Gruß Klaus

Hitra Tour April 2019

Am 23. April sind wir zu viert bei Enni auf Hitra angekommen. In der Anlage Hitra Sjøhusferie erwartete uns die Rorbu 7 bei bestem Wetter.

Sofort wurden die Angeln fertig gemacht und es ging an die Steganlage, um die Lage zu testen.

Die gesamte nächste Woche hatten wir ein super Wetter. Eigentlich war es mehr Strandwetter, 21 Grad und kein Wind.

Wir standen mit dem Boot auf der Stelle und die Fische wollten auch nicht so richtig mitspielen. Daher haben wir die nächsten Tage die Ausfahrten auf früh morgens und in die Abendstunden verlegt, jetzt lief es so wie es sein sollte.

An der Schwarzen Pinne standen bis ca 9.00 Uhr richtig gute Seelachse, danach waren die wieder verschwunden und man musste Sie suchen.

Ebenfalls mit uns auf Fischtour an der Pinne war ein Seeadler.

Der Adler erwartete uns jedes Mal wenn wir dort aufschlugen.

Praktisch eine Win-win Situation für Beide. Der Adler bekam Fisch und wir tolle Fotos.

Natürlich haben wir nicht nur Seelachs gefangen und Seeadler gefüttert.

Einer der Mitstreiter hatte bisher nur in Südnorwegen geangelt und wollte gerne mal Leng fangen. Da mal wieder Ententeich angesagt war, wurde ein Versuch gestartet.

Wir starteten auf einem Berg mit 90 m Tiefe und ließen uns über die Kante ins Tiefe treiben.

Die erste Drift gab schon mal einen ganz guten Eindruck was noch kommen kann.

Das geht schon einmal gut los

Nachdem die Angeln wieder klar gemacht waren, zuppelte es auch bei unserem Neuling in Sachen Lengfischen.

Das ist doch schon mal ein guter Einstand für Einsteiger im Lengangeln.

Als Beifang gingen auch noch gute Dorsche auf unsere Köderfische und Gummis.

In den Abendstunden ging es regelmäßig auf Pollack, da sich das Fischen auf diese Räuber tagsüber eher zäh gestaltete.

Die Abendstimmung ist immer wieder überwältigend.

Ab nach Hause zum Hafen

Am letzten Tag ging es nur noch einmal morgens kurz raus, danach haben wir noch an der Steganlage ein bischen den Pollacks nachgestellt.

Solche Brummer lauern im Hafen unter den Stegen

Ein richtig schöner Abschluss der gelungenen Tour.

Hitratour Oktober 2018

Nach längerer Abstinenz zog es mich mal wieder nach Kvenvær Sjøhusferie , da ich mich recht kurzfristig dazu entschlossen hatte, bin ich alleine dort gewesen. Daraus resultiert auch die manchmal nicht so tolle Qualität der Fotos. An den Einstellungen mit Selbstauslöser muss ich noch arbeiten. Aber das interessiert ja keinen, also was lief beim Angeln.

Den ersten Tag bin ich es erst mal ruhig angegangen, die Fahrt steckte mir noch in den Knochen. Also erst mal ganz chillig auf Pollack in den Schären gefischt. Die Pollacks waren hier überwiegend im Kelb und Tang und daher wunderschön gezeichnet.

Solch bunt gezeichnete Pollacks hab ich bisher noch nie gesehen.

Am nächsten Tag war Sturm, also nichts mit angeln. Am nächsten Tag hat das schlechte Wetter sich verkrümelt. Morgens den Motor an und links rum den Fjord entlang raus auf´s offene Wasser. Ich wollte mal die Seehechtbestände antesten. Einige vorsichtige Bisse hatte ich, aber alle versemmelt.

Also die Montage mit einem Doppelhakensysten optimiert und neue scharfe Haken montiert.

Nun hat es auch geklappt, leider wieder nur Kerle erwischt. Die Größeren Mädels waren anscheinend wo anders.

Wenn man die Seehechte gefunden hatte, ging es Schlag auf Schlag. Eigentlich brachte jede Drift einen Fisch.

Aber andauernd einen nach dem anderen rauszuholen, schockt nach einiger Zeit auch nicht mehr.

Ich hab auch keine Lust danach ewig im Filetierhaus zu stehen.

Am nächsten Tag hatten wir eine Mordsdrift. Mit 800 gr konnte man nur kurz auftupfen, dann waren schon wieder mindestens 10 m Schnur nachzulassen. So machte es keinen Spaß und daher ging es wieder auf die Freiwasserräuber.

An den Plateaus standen wieder die Pollacks in Wartestellung. Auch ein paar gute Köhler fanden Interesse an den Gummifischen.

Heute war absolutes Bestwetter, erstmal ein paar Seehechte fangen.

Wieder nur mittelmäßige Kerle, also Planänderung und große Köder für große Fische.

Kein großer Seehecht, aber dafür habe ich meinen Personal Best in Sachen Lumb geknackt. 97 cm ein echt propper Kerl.

Nächster Tag. Wieder früh morgens raus, wegen des frühen Vogels und Wurm und so.

Mit einem Mal war etwas direkt vor dem Boot. Sofort aufgestoppt und das Steuer links rum gedreht.

Ich hätte fast einen jungen Rehbock, der meinte mal den Fjord zu durchschwimmen, überfahren.

Hier ein Bild vom Suizidbock wie er gerade das andere Ufer erreicht.

Nach dem Schreck hab ich erst mal ein bisschen Pause gemacht und die Natur genossen.

Die zwei Seeadlerjungen fühlten sich anscheinend in Ihrer Ruhe gestört.

Auf der Rückfahrt stoppte ich nochmal am „U-Boot“ um ein paar Pollacks einzusammeln.

Diesen Felsen taufte ich U-Boot. Hier ging eigentlich immer was auf Pollack.

Dieser proppere Pollack wohnte hier.

Nun aber ab nach Hause, die Fische müssen auch noch versorgt werden.

Einfahrt nach Kvenvaer am letzte Tag. Schade die Zeit geht immer viel zu schnell vorbei.

Dafür wurde ich mit einem super Sonnenaufgang am nächsten Morgen bei der Rückfahrt entschädigt.

Auf der Fähre hab ich es mir dann auch nochmal richtig gut gehen lassen.

Nächstes Jahr werde ich  im Mai wieder nach Kvenvaer fahren, mal sehen was mich dann erwartet. Wer mitwill kann sich gerne bei mir melden.

Gruß Klaus

 

 

 

Auf große Seelachse am Romsdalfjord

Großköhlertour am Romsdalfjord

Letzte Woche verschlug es Micha und mich an den Romsdalfjord.

Nachdem wir nach einer Nachtfahrt von Larvik um 1.30 am Roms ankamen erwartete uns bestes Wetter. Kurz eine Mütze Schlaf genommen, gefrühstückt und dann am Vormittag das Boot geslippt.

Zuerst ging es zum sogenannten Dino, dort konnten wir dann auch auf einem Hügel einen Pollack und Köhler fangen. Die richtig großen brachte dieser Spot jedoch nicht. Aber für einen ersten Test gar nicht schlecht. Daher entschieden wir uns etwas weiter zum Fjordausgang zu orientieren.

Dort haben wir dann auch die Fische die wir suchten gefunden.

Wohlgenährte, dicke Köhler fanden gefallen an unseren kleinen Pilkern.

Norwegen Neuling Micha tat sich ein bisschen schwer mit dem ungewohnten Fischen auf Seelachs.

An den Haltung muss noch ein bisschen was verbessert werden.  Vor allen ist einen Multi mit 0/45 Momo das ungeeignetste zum Speedpilken.

Aber er wollte partout nicht die Multi gegen eine Spinnrolle tauschen.

Der Roms zeigte sich gnädig und seine Ausdauer wurde mit einem richtig großen Seelachs belohnt.

Nach dem Drill war er fix und fertig. Ein richtiger Kracher von gut ü 100

Die nächsten 2 Tage waren etwas zäh und wir hatten Probleme die Köhler zu finden. Am Fjordausgang war zu viel Wind und im inneren Teil des Fjordes waren die großen Köhler noch nicht angekommen. Wir hätte natürlich auch auf die kleineren in Ufernähe fischen können, aber der Zielfisch war es nicht.

Von daher versuchten wir unser Glück mit Naturköderangeln. Durch die allgegenwärtigen Makrelen war die Köderbeschaffung auch einigermaßen zügig erledigt.

Auch hier war das Ziel die Großen, daher eine ganze Makrele an die Haken und ab ins Tiefe. Wir starteten bei 150 m und ließen uns über ein Plateau langsam ins Tiefe driften. Bei ca 200 m fand der erste Interessent unsere Makrele.

Ein fetter Lumb hatte Lust den Fjord von Oben zu sehen.

 

Schnell den Fisch versorgt und gleich wieder runter. Es folgte noch ein Leng von etwas über einem Meter, dann waren wir über die letzte Kante und bei fast 250 m wollte ich auch nicht nochmal ablassen.

Einen zweiten Versuch haben wir nicht unternommen, da im Mittelwasser anscheinend Feuerquallen waren und die Tentakeln an den Schnüren klebten. Durch den Glibber gestaltete sich das Aufholen als sehr unangenehme Prozedur. Ewig hing ein Schleimpropf am Rutenring, der erst mal entfernt werden musste. Unsere Hände brannten danach wie Feuer.

Das Wetter wurde wieder besser und es ging erneut auf unseren Zielfisch.

Wieder war der Fjordausgang unser Ziel.

Bei bestem Wetter hatten sich riesige Makrelenschwärme eingefunden und das Wasser kochte geradezu.

Nur mit einem kleinem Solopilker direkt in den Schwarm geworfen brachte es richtig Spass am leichten Gerät. Auch die Größe der Makrelen stimmte unter 40 cm biss nichts.  Rund ums Boot nur raubende Makrelen, das Wasser kochte geradezu.

Und hier der Grund für die Aktivität. Unmengen an Brislingen, die nur darauf warteten gefressen zu werden. Nachdem wir einen ganzen Batzen Makrelen gefangen hatten, sind wir zurück, da der Fisch bei der Wärme versorgt werden musste.

Zum Abendbrot gab es dann auch gleich einen Teil des Fanges.

Das war so dermaßen lecker, das wir um 21,00 Uhr Abends gleich nochmal den Spot anfuhren um uns mit Makrelen zu bespaßen. Dunkel wurde es ja eh nicht.

Am nächsten Morgen erwartete uns wieder knalliger Sonnenschein mit wenig Wind, nun sollten auch wieder Köhler ins Boot kommen.

Micha hat nun endlich auch die Multi gegen eine Spinnrolle getauscht und nun knallte es bei Ihm auch. Wir konnten richtig schöne Seelachse fangen.

Kleine Pilker mit 50 gr in blau-silber waren der Köder zum Erfolg.

Wie geil, krumme Ruten und klasse Köhler, das macht Spass.

 

 

Jetzt mit der Spinnrute bewaffnet konnte Micha auch richtig zuschlagen.

An diesem Spot fingen wir die größten.

Im Dämmerlicht um 1.00 Uhr ging es dann zurück. Die Fische sollten ja auch noch versorgt werden.

Letzter Tag

Da wir am frühen Abend abreisen wollten, haben wir es vormittags mal mit Schleppen an den Kanten versucht. Einige Angler haben uns erzählt, dass es einen sehr guten Bestand an Meerforellen im Fjord gibt.

Gesehen haben wir beim schleppen auch einige. Ich konnte sogar eine Haken, da ich aber dachte es sei eine Makrele hab ich das Boot nicht aufgestoppt und die Forelle konnte sich bei einem Sprung vom Haken lösen.

Danach haben wir uns noch ein paar Makrelen gefangen und sind zurück zum Campingplatz.

Gut dass wir es nicht noch auf Seelachs versucht haben, die Makrelen passten noch so gerade in die proppevolle Gefrierbox.

 

Raubfischtour auf der Gundena Mai 2018

 

Letzte Woche war ich mit meinem Boot auf der Gundena zwischen Silkeborg und Ry unterwegs.

Bei Ankunft herrschte bestes Badewetter 25 Grad und wolkenloser Himmel. Nicht gerade Hechtwetter.

Nachdem das Boot geslippt wurde, sollte es auch gleich losgehen. Fische finden war der Plan.

Tag 1 Abendtour

Um herauszufinden wo die Hechte stehen wurden erst mal eine Schlepptour mit Wobblern auf dem Julsø gemacht.

Obwohl ich die Plateaus und Kanten abfuhr lief hier aber nichts. Na ja bei 5,60 km² Fläche auch kein leichtes Unterfangen. Auch waren kaum Anzeigen von Fischschwärmen zu sehen.

Also den Plan geändert und die flacheren Bereiche angefahren. Dort stand alles voll mit Fisch. Die Rotaugen und Lauben waren am laichen und tummelten sich in den Flachwasserzonen.

Schnell an die Ruten Jerkbaits montiert und los gings.

Immer den Blick auf das Echolot gerichtet und konzentriert gefischt gab es dann auch schon nach kurzer Zeit den ersten Kontakt.

Ein schöner Hecht von etwas über 90 cm schnappte sich den Jerk.

An den nächsten Stellen ging es ähnlich weiter, erfreulich war die Durchschnittsgröße keiner unter 85 cm.

Tag 2

Wieder knalliger Sonnenschein und so warm dass man das Boot nur zu Sonnen nutzen konnte.

Daher hab ich nur früh Morgens und in den Abendstunden geangelt. Diesmal waren die Flußläufe der Gundena welche die einzelnen Seen verbinden das Ziel.

In den Flussläufen zwischen den einzelnen Seen standen die Fische im Schatten unter den Bäumen und waren nicht einfach aus Ihren Verstecken zu locken.

Trotzdem lies auch hier der Erfolg nicht auf sich warten.

 

Tag 3 der Brassoe

Am gestrigen Tag habe ich im Brassø einen Interessanten Bereich gefunden.

Eine größere Flachwasserzone mit reichlich Krautbewuchs bis knapp unter die Wasseroberfläche. Hier sollten die ganz großen stehen.

Kleine Fische waren ebenfalls reichlich vorhanden. Vormittags am Steg ein paar Rotaugen als Köderfische gestippt und abends dann in die Bucht gefahren.

Bei fast Windstille lies ich mich über den heißen Bereich driften und zupfte ein Rotauge über den Krautteppich.

Der Plan ging auf und es schoss ein richtig guter Hecht aus der Tiefe. Kurz gewartet und er hing. Nun ging es richtig los, den Fisch mit massig Kraut ans Boot zu bekommen war kein einfaches Unterfangen.

Es ging aber alles gut und an Bord kam eine 118 cm große Hechtdame. Leider hat der eine Drilling in den Kiemen gesessen, so dass ich den Fisch leider nicht releasen konnte.

Tag 4

Früh morgens wieder los. Ziel war diesmal der Barsch.

Leider gibt es hierzu nichts zu berichten. Etliche Nachläufer so um die 20 cm. Beissen wollte aber keiner.

Daher bei der Abendtour wieder auf Hecht konzentriert. Diesmal am Ausgang der Gundana zum Birksø in einem flachen Krautbereich.

Ich hatte noch zwei kleine Plötzen und montierte wieder die Zupfmontage an der leichte Spinnrute. Vielleicht ging es ja hiermit auf Barsch.

Bei der zweiten Drift ein Biss, in ca 15 m Entfernung. Anschlag und Schnurbruch direkt am obersten Spitzenring.

So ein Mist, zu Glück schwamm der Fisch nicht großartig in der Gegend herum, sondern stellte sich einfach ins Kraut.

Die geflochtene konnte man gut auf der Wasseroberfläche sehen. Also Motor an, gewendet und die Schnur versucht zu bekommen. Alles ging gut, nun musste nur noch der Fisch ins Boot.

Ziemlich unschlau hab ich die geflochtene um meine Hand gewickelt und Kontakt mit dem Fisch aufgenommen. Dieser kapierte erst jetzt was geschehen war und zog mir schön die Schnur in die Finger.

So ging das nicht, da bleib ich nicht der Sieger, also die Schnur um einen Rutenhalter mit zwei Windungen gelegt und weiter „gedrillt“. Nach ein paar weiteren Fluchten kam der Hecht ans Boot und ich konnte Ihn keschern.

Leider hat der Hecht das kleine Rotauge so extrem tief inhaliert, so dass er nach einer Operation nicht zurückgesetzt werden konnte.

Tag 5

Letzter Tag und daher nur morgens kurz los. Mit einem Buster Jerk nochmal die Flachwasserbereiche abgefischt und noch zwei Hechte bekommen.

 

Nun war es auch genug und der Trip an die Gundena war beendet.

Nachdem das Boot geslippt war, hab ich noch ein paar Würfe am Steg gemacht. Gute Entscheidung, denn diese Dame konnte dem Köder nicht wiederstehen.

Noch einmal etwas zum Revier

Ohne Boot ist man in dem System aus Flussläufen und Seen ziemlich eingeschränkt. Es gibt zwar Angelstege, aber dorthin ist fast immer ein ordentlicher Fußmarsch notwendig.

Die Fische muss man suchen und ohne Boot ist man schon sehr eingeschränkt. Wenn man die Fische gefunden hat, kann man aber in herrlicher Natur wunderbar fischen.

Ich fing in den 4 Tagen 18 Hechte über 80 cm, ob das normal ist kann ich nicht beurteilen. Zwei musste ich mitnehmen, da sie ein Zurücksetzen nicht überlebt hätten. Wenn es nicht so ein Badewetter gewesen wäre, wäre sicherlich noch mehr drin gewesen.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder von den einzelnen Seen.